9. Februar 2025
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Die Fasnachtsgruppen

Waldmandle

Eine relativ kleine Gruppe stellen die Waldmandle dar. Die Waldmandle gehen auf die Vorstellung zurück, dass in Wäldern wilde Sippen leben.

Herkunft und Aussehen der Waldmandle

Die Darstellung des wilden Mannes ist seit ca. 1500 verbreitet, und manches Gasthaus trägt seinen Namen. Oft kommt der wilde Mann als ein mit Baumbart bekleideter Riese daher, manchmal tritt er auch als Kinder raubender Waldmensch auf, und man drohte damals den Kindern an, dass er sie holen würde. Manche sehen diese Waldmenschen als unsere Ahnen – auch Ötzi war mit einem kunstvoll geflochtenem Grasmantel bekleidet. Bei der Tarrenzer Fasnacht tragen die Waldmandln stark definierte Larven die einem Baumstamm ähneln und dazu ein Kleid aus Baumbart.

Kilian Tangl, ehemaliger Säcklmeister (Gruppenleiter) der Waldmandle spricht über seine Erfahrungen:

Wir Waldmandle sind eine stille Gruppe. Durch meine Körperlänge bin ich mit Hut rund zwei Meter und fünfzig Zentimeter groß. Das ist für Leute, die mich nicht kennen, sehr beeindruckend. Manche weichen zurück. Da kommt man sich in der Maske sehr mächtig vor. Im normalen Alltagsleben ist man sehr eingezwängt, in der Maske kannst du dich unangepasst bewegen, in eine andere Person hineinschlüpfen und schauspielen. Das tut gut.